Heizkosten berechnen
Heizkosten verteilen: Zwei einfache Beispiele
Wichtig vor der Rechnung
Es gibt nicht einen Verteilschlüssel, der für jede Liegenschaft automatisch richtig ist. Die folgenden Beispiele zeigen nur, wie eine Berechnung aussehen kann, wenn die jeweilige Verteilgrundlage tatsächlich verwendet wird.
Beispiel 1: Verteilung nach Wohnfläche
Heizkosten total: CHF 6’000
Gesamtfläche: 300 m²
Wohnung A: 75 m²
75 ÷ 300 = 25 %
CHF 6’000 × 25 % = CHF 1’500
Wenn Wohnfläche die verwendete Grundlage ist, trägt Wohnung A in diesem Beispiel 25 % der verteilten Kosten.
Beispiel 2: Verteilung nach Messwerten
Zu verteilende Kosten: CHF 4’000
Messwerte aller Wohnungen: 10’000 Einheiten
Messwert Wohnung B: 2’000 Einheiten
2’000 ÷ 10’000 = 20 %
CHF 4’000 × 20 % = CHF 800
Das Beispiel vereinfacht eine Verbrauchsverteilung. Reale Heizkostenabrechnungen können zusätzlich feste und verbrauchsabhängige Bestandteile enthalten.
Und Gradtagzahlen?
Gradtagzahlen helfen dabei, Heizbedarf über unterschiedliche Zeitabschnitte einzuordnen. Das kann etwa bei Ein- oder Auszügen während einer Heizperiode relevant sein. Sie sagen aber nicht automatisch, welchen Anteil eine Wohnung an allen Heizkosten trägt.
Häufige Fragen
Werden Heizkosten immer nach Wohnfläche verteilt?
Nein. Welche Grundlage verwendet wird, hängt von der konkreten Abrechnung, vorhandenen Messwerten und den massgebenden Vorgaben ab. Wohnfläche ist nur eine mögliche Verteilgrundlage.
Was ist bei gemessenem Verbrauch wichtig?
Wenn Messwerte verwendet werden, sollten Messzeitraum, Wert der Wohnung und die Berechnung daraus nachvollziehbar sein.
Was sind Gradtagzahlen?
Gradtagzahlen beschreiben den Heizbedarf über die Zeit und können beispielsweise bei zeitanteiligen Heizkostenberechnungen helfen. Sie sind nicht einfach ein Ersatz für den Verteilschlüssel einer ganzen Liegenschaft.
Wie prüfe ich meinen Anteil?
Schauen Sie auf Gesamtkosten, verwendete Verteilgrundlage, Gesamtwert und den Wert Ihrer Wohnung. Daraus sollte sich Ihr Anteil rechnerisch ableiten lassen.